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ab 16. Oktober 2020 - 3 Termine - jeweils 09 Uhr bis 16 Uhr

"Wenn Titania den Esel küsst" - Schauspielmethodik für pädagogische Berufe

Gefördert aus Mitteln des Landes Hessen 2020

Ort: Frankfurt am Main / Sport- und Bildungsstätte des Landessportbundes Hessen e.V. / Otto-Fleck-Schneise 4

ReferentIn:
Christina Kühnreich, staatlich ausgebildete Schauspielerin, steht seit über 20 Jahren auf der Bühne, arbeitet außerdem als Sprecherin, Autorin und Dozentin für Schauspiel (u.a. an der Schauspielschule Mainz, Musical Academy Mainz) und in der Erwachsenenbildung.

Didi Weyrowitz, Studium der Sportwissenschaft an der Sporthochschule Köln, steht seit über 30 Jahren auf der Bühen als Artist und Bewegungstheaterdarsteller und ist Dozent für Bewegung an der Hochschule Musik und Kunst Frankfurt, Abt. Schauspiel und an der Schauspielschule Mainz.

Termine dieser Fortbildungsreihe: 16.10.2020 / 23.10.2020 / 20.11.2020 - jeweils freitags

"Und wenn du den Eindruck hast, dass dieses Leben ein Theater ist, dann suche dir eine Rolle aus, die dir wirklich Spaß macht." (William Shakespeare)

Der berühmte Sommernachtstraum von William Shakespeare beschäftigt sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Erlebnis zu spielen: die Figuren verlassen ihre gewohnte Umgebung, um sich im Ardenner Wald in allerlei spielerische Verwicklungen zu begeben. Was passiert eigentlich mit mir, wenn ich spiele? Wie verändert sich durch die Darstellung eine Situation? Was erscheint mir im Spiel plötzlich möglich, was zuvor undenkbar war? Wie kann das Spielen mich zu neuem Umgang mit Fremden verändern?

Pädagogische Arbeit heute beinhaltet in vielerlei Hinsicht eine große Themenvielfalt. Das kann positive Auswirkungen auf die Zusammenarbeit haben, birgt aber auch eine Menge Konfliktstoff.
Menschen aus pädagogischen Berufen brauchen viel Geduld, Empathie und verständnis, um den täglichen Herausforderungen ihrer Arbeit gerecht zu werden. Sie vermitteln zwischen verschiedenen Interessen, ermöglichen Kommunikation auch in schwierigen Situationen. Eigene Bedürfnisse werden dabei oft zurückgestellt, um Brücken zwischen unterschiedlichen Menschen zu bauen - auch im Umgang mit schwierigen Charakteren oder anderen Kulturen. Dabei die Balance zwischen Offenheit und dem Ziehen sinnvoller Grenzen zu finden, ist schwierig. Aber auch innerhalb des eigenen Teams gibt es komplizierte Aufgaben - Entscheidungen durchzusetzen, trotzdem teamfähig zu bleiben - ein offenes Ohr für Andere zu behalten. All diesen unterschiedlichen Rollen gilt es gerecht zu werden und je nach Situation muss innerlich umgeschaltet werden.

Mit ähnlichen komplexen Aufgaben sehen sich Schauspieler*innen in ihrer Arbeit konfrontiert: sie können sich nicht aussuchen, welchen Konflikt sie spielen müssen und mit welchen Bühnenpartner*innen. Auch ihre eigene Rolle in der Spielsituation können sie nicht selbst bestimmen. In ihrer Ausbildung lernen sie jedoch, sich in verschiedene Rollen hineinzuversetzen und auch in konfliktreichen Situationen spontan und flexibel zu reagieren. Große Teile der schauspielerischen Grundausbildung eignen sich deshalb für Menschen in pädagogischen Berufen. Sie lernen das Bewusstesein für sich selbst zu schärfen: Wie atme ich? Wie setze ich meine Stimme ein? Wie agiert bzw. reagiert mein Körper in einer bestimmten Situation? Welche Energie wird durch ungewohntes Tun freigesetzt?

Grundlage aller Übungen dieser Fortbildungsreihe ist die Arbeit an der eigenen Haltung mit dem Ziel, die Teilnehmer*innen körperlich und mental zu stärken. Sie neuen Herausforderungen gegenüber zu öffnen und dabei die eigene Flexibilität zu trainieren. Den eigenen Umgang mit Konflikten zu verbessern und an Herausforderungen zu wachsen. Die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und sich durch Entspannungsübungen Freiräume für Distanz und geistige Erholung zu schaffen.

Die Tagesseminare gliedern sich in verschiedene Teile: Körperübungen, Schauspielgrundlagen, Improvisation und Bewegungstheater, Raum zur gemeinsamen Reflexion und kollegialem Austausch.

Diese Fortbildungsreihe setzt keine schauspielerischen Vorerfahrungen voraus!

Teilnehmerzahl: max. 10 Teilnehmer*innen

Teilnahmegebühr: 90 € inkl. Seminarverpflegung 

Anmeldeschluss: 18.09.2020